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AGAPLESION EV. KLINIKUM SCHAUMBURG
Neurologie

Sekretariat
Marion Möller

Zum Schaumburger Klinikum 1
31683 Obernkirchen

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neurologie@ksl.agaplesion.de

Ihre Chefärztin
Dr. med. Claudia Kube

Dr. med. Claudia Kube

Chefärztin

Liebe Patientinnen und Patienten,

die Neurologie beschäftigt sich mit den vielfältigen Erkrankungen des zentralen (Gehirn und Rückenmark) und peripheren (periphere Nerven und Muskulatur) Nervensystems. Momentan belegt die Fachabteilung Neurologie etwa 20 Betten. Unser Behandlungsspektrum umfasst u.a. den akuten Schlaganfall, Multiple Sklerose , entzündliche Erkrankungen des Nervensystems, Polyneuropathien, Bewegungsstörungen, wie z.B. Parkinsonsyndrome, Epilepsien und Demenzen. Eine enge Zusammenarbeit erfolgt hier mit der Fachabteilung für Geriatrie sowie aufgrund der vielfältigen Überschneidungen auch interdisziplinär mit den Kollegen der Inneren Medizin und der Gefäßchirurgie.

Geplant ist der weitere Aufbau einer neurologischen Stroke Unit. Derzeit werden Schlaganfallpatienten auf unserer internistischen Intermediate Care Station unter neurologischer ärztlicher und pflegerischer Expertise versorgt. Auf dieser Station erfolgt eine engmaschige Kontrolle aller notwendigen Parameter, um eventuelle Verschlechterungen des klinischen Befundes schnell erkennen und entsprechend handeln zu können. Durch einen Schlaganfall können Einschränkungen wie z.B. Lähmungen oder Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen entstehen. Da hier eine möglichst frühe Therapie oftmals die weitere Verbesserung entscheidend fördert, erfolgt zeitnah eine entsprechende Behandlung durch unsere Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden. Bei Bedarf wird eine endoskopische Schluckdiagnostik durchgeführt. Nach der Akutbehandlung erfolgt dann ggf. die Weiterleitung in eine entsprechende Rehabilitationseinrichtung.

Sämtliche neurophysiologische Untersuchungen einschließlich der extra- und intracraniellen Ultraschalluntersuchung sowie CT und MRT werden direkt in unserer Klinik durchgeführt.

Besonders wichtig ist uns die gute Zusammenarbeit mit unseren zuweisenden Ärzten, um im Sinne unserer Patienten die gemeinsame Behandlung ohne Informationsverlust kompetent durchführen zu können. Die akute Einweisung kann durch jeden niedergelassenen Arzt erfolgen.


Leistungsspektrum

Unser stationäres Leistungsspektrum beinhaltet Diagnostik und Therapie von:

 

Gefäßerkrankungen des Gehirns:

Ein Schlaganfall kann durch eine akute Minderdurchblutung im Rahmen eines Gefäßverschlusses oder auch durch eine Hirnblutung hervorgerufen werden. Symptome sind beispielsweise eine akute Lähmung oder eine Sensibilitätsstörung einer Körperhälfte oder auch nur einer Extremität, Sehstörungen oder Sprachstörungen.

 

Bewegungsstörungen:

Hierunter fällt z.B. das Parkinsonsyndrom, bei dem es zu einem langsamen Untergang bestimmter Nervenzellen kommt, die für die willkürliche Motorik bedeutsam sind. Es gibt unterschiedliche Formen dieser Erkrankung, die genaue Zuordnung ist wichtig für die richtige und oft über viele Jahre wirksame medikamentöse Behandlung.

 

Entzündliche Erkrankungen:

Diese können autoimmun (z.B. Multiple Sklerose) oder auch bakteriell oder viral bedingt sein und dann sowohl Hirnhäute (Meningitis) als auch das Gehirn (Encephalitis) betreffen.

Hinsichtlich der Multiplen Sklerose haben sich die Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahren entscheidend verbessert.

Bei einer Meningitis oder Encephalitis ist in der Regel eine schnelle antibiotische Therapie notwendig.

Erkrankungen peripherer Nerven:

Diese können einzelne Nerven betreffen (sog. Engpaßsyndrome wie z.B. das Karpaltunnelsyndrom) oder mehrere Nerven (sog. Polyneuropathie). Dann kommt es häufig zu Mißempfindungen (Kribbeln und Brennen, meist zunächst an den Füßen), bei Fortschreiten u.U. auch zu Lähmungen.

Als Ursache kommen weitere Erkrankungen, wie z.B. eine Zuckerkrankheit , ein übermäßiger Alkoholkonsum oder auch entzündliche Komponenten in Betracht.

Zur Diagnostik werden häufig neurophysiologische Untersuchungen oder/und auch eine Nervenwasseruntersuchung eingesetzt.

Kopfschmerzen:

Diese können ihre Ursache z.B. in einem Spannungskopfschmerz oder einer Migräne haben, aber auch Ausdruck einer ernsten Erkrankung, wie z.b eines Hirntumors oder einer Hirnblutung sein.

Als Warnsymptom gilt immer ein akuter und in seiner Qualität bislang so nicht aufgetretener Kopfschmerz.

Rückenschmerzen:

Hier gibt es die unterschiedlichsten Ursachen , z.B. Bandscheibenvorfälle, die Rückenmark oder Nervenwurzeln schädigen oder auch angeborene oder im Laufe des Lebens erworbene degenerative Veränderungen.

Wichtig für eine optimale Therapie ist neben einer ggf. radiologischen (CT oder MRT) Diagnostik immer auch eine genaue klinische Untersuchung, meist in Ergänzung mit neurophysiologischen Untersuchungen oder in bestimmten Fällen auch einer Nervenwasseruntersuchung.

Bewußtseinsstörungen:

Hierunter fallen z.B. Epilepsien aber auch Synkopen. Eine Differenzierung ist hinsichtlich der Weiterbehandlung notwendig und erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Neurologen und Internisten. So können ursächlich Veränderungen im Gehirn oder auch eine Herzerkrankung vorliegen (epileptischer Anfall vs. Synkope).

Daneben gibt es Medikamente, die einen Anfall begünstigen können oder auch toxische Stoffe, wie beispielsweise Alkohol bzw. dessen abruptes Weglassen nach längerem übermäßigem Konsum.

Wichtige Themen sind hierbei in der Regel auch die psychosozialen Aspekte wie Fahrtauglichkeit und u.U. die Berufsperspektive.

Schwindel:

Schwindel kann die unterschiedlichsten Ursachen haben und ist häufig auch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Für eine erfolgversprechende Behandlung ist die genaue Anamnese, die im Gespräch mit dem Patienten erhoben wird , eine gründliche körperliche Untersuchung sowie evtl. technische Zusatzuntersuchungen notwendig.

Grundsätzlich gilt: je akuter ein Schwindel auftritt, umso dringender sollte die Abklärung erfolgen. Dies gilt insbesondere dann, wenn weitere Symptome wie Doppelbilder, Sprechstörungen oder /und Lähmungen hinzukommen.

Neurodegenerative Erkrankungen:

Diese Erkrankungen sind gekennzeichnet durch einen fortschreitenden Untergang von Nervenzellen ohne das eine Durchblutungsstörung oder eine Entzündung zugrunde liegt.

Die Auswirkungen sind unterschiedlich je nach Lokalisation der betroffenen Nervenzellen:

  • Bei den Demenzen sind vor allem die kognitiven Funktionen wie das Gedächtnis betroffen. Die bekannteste Form ist die Alzheimer – Demenz.
  • Daneben gibt es aber auch behandelbare Demenzformen wie z.B. den Normaldruckhydrozephalus.
  • Bei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) hingegen kommt es zu Lähmungen und häufig auch Schluckstörungen.
Weitere Informationen

Broschüre Ambulantes Zentrum