02. Juni 2026
Ein positives Jahresergebnis zu erreichen – das ist im Krankenhauswesen in der aktuellen Zeit eine Seltenheit! Das Schaumburger Klinikum hat diesen Schritt geschafft und konnte das Jahr 2025 mit einem positiven Jahresergebnis (rund vier Millionen Euro Jahresüberschuss inkl. des Landkreiszuschusses in Höhe von 2,7 Millionen Euro) abschließen! Das positive Ergebnis ist vor allem auf effiziente Prozesse, hohe Qualitätsstandards und eine hohe Auslastung in zentralen Leistungsbereichen zurückzuführen. „Dieses Ergebnis ist ein starkes Signal“, sagt Geschäftsführerin Diana Volkmer-Fortmann. Und weiter: „Es zeigt, dass wir als Klinik auch in einem herausfordernden Umfeld leistungsfähig sind und verantwortungsvoll wirtschaften. So sichern wir die medizinische Versorgung in unserer Region!“ Auch das laufende Jahr 2026 gestaltet sich aktuell positiv und es wird davon ausgegangen, dass die wirtschaftliche Konsolidierung des Klinikums weiterhin gehalten werden kann. Gründe für die anhaltend positive Entwicklung im Schaumburger Klinikum liegen insbesondere in den weiter zunehmenden Patient:innenzahlen sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich, in der verlässlichen und erfolgreichen Fachkräftegewinnung und nicht zuletzt in den erfolgreichen Bestrebungen, die Sicht der Patient:innen einzunehmen und hier, neben der Zufriedenheit aller Mitarbeiter:innen, einen besonderen Fokus setzen. „In Schaumburg hat man die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt und aus drei Krankenhäusern, ein modernes Klinikum mit einem zentralen Neubau geschaffen. Darauf sind wir stolz! Dieses zukunftsorientierte Handeln sichert jetzt die Gesundheitsversorgung im Landkreis“, ist sich Volkmer-Fortmann sicher. Und weiter: „Wir gehen gestärkt in die Zukunft und unser Ziel bleibt klar: eine sichere, moderne und wohnortnahe Versorgung für die Menschen in der Region! Mein großer Dank gilt in diesem Zusammenhang ganz besonders unseren Mitarbeiter:innen, die täglich engagiert und motiviert für unsere Patient:innen im Einsatz sind.“
Auch das Qualitäts- und Leistungsspektrum des Schaumburger Klinikums wurde zuletzt erweitert. Im Jahr 2025 wurden das Cardiac Arrest Center (Versorgung von Patient:innen nach Herz-Kreislauf-Stillstand) sowie das AltersTraumaZentrum erstmals erfolgreich zertifiziert und mit der Fachabteilung für Geriatrie ist das Klinikum seitdem Mitglied im Bundesverband Geriatrie. Darüber hinaus wurde im Frühjahr 2026 die Weaning-Station (eine spezialisierte medizinische Station, auf der Patient:innen nach einer längeren künstlichen Beatmung Schritt für Schritt wieder an das selbstständige Atmen gewöhnt werden) eröffnet. „Mit der neuen Weaning‑Einheit stärken wir unsere Versorgung schwerkranker Patient:innen und Patienten, die nach einer langen Intensivbehandlung Unterstützung beim Entwöhnen von der Beatmung benötigen. Die spezialisierte interdisziplinäre Betreuung ermöglicht ihnen eine deutlich höhere Chance auf Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben. Ich danke allen Mitarbeiter:innen, die mit großem Engagement diese Einheit aufgebaut haben und nun täglich dafür sorgen, dass moderne Medizin und menschliche Zuwendung Hand in Hand gehen“, sagt Dr. Söhnke Theiß, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Pneumologie, Intensiv- und Beatmungsmedizin am Schaumburger Klinikum.
Erstmalig wurde im Schaumburger Klinikum im April 2026 das Projekt „Auszubildende leiten eine Station“ umgesetzt – ein voller Erfolg, ist sich Pflegedirektor Jörg Hake sicher: „Wir brauchen engagierten Nachwuchs in der Pflege – und dieses Projekt ist ein hervorragender Weg, dies zu erreichen und Auszubildenden kurz vor dem Examen weitere wertvolle Erfahrungen mit auf den Weg zu geben. Die Auszubildenden erleben hier echte Verantwortung, begleitet von erfahrenen Fachkräften. Das stärkt Selbstvertrauen und zeigt, wie vielfältig und sinnstiftend Pflege ist.“ Doch nicht nur medizinisch hat sich einiges getan – so konnte auch die Baumaßnahme zur Parkplatzerweiterung im Mai 2026 erfolgreich abgeschlossen werden. Dirk Hahne hat das Projekt als Technischer- und Verwaltungsdirektor betreut: „Wir freuen uns, dass wir das Projekt zeitgerecht abschließen und 200 zusätzliche Parkplätze schaffen konnten. Wir haben sehr schnell eine deutliche Entspannung der Parksituation festgestellt und können nun dem zunehmenden Patient:innenaufkommen besser gerecht werden.“
Trotz dieser deutlich positiven Entwicklungen bereiten sich die Verantwortlichen auf die zahlreichen Gesetzesinitiativen und Reformvorhaben im Gesundheitswesen vor, denn es zeigt sich, wie in den vergangenen Jahren auch, keine Planungssicherheit oder eine verlässliche Finanzierung: „Bereits heute stehen die Krankenhäuser in Deutschland unter enormem wirtschaftlichem Druck - unter anderem durch den jahrelangen, fehlenden Ausgleich inflationsbedingter Mehrkosten und wegen der stark zunehmenden Bürokratie. Die jetzt vorgeschlagenen Änderungen im GKV-Spargesetz verschärfen diesen wirtschaftlichen Druck deutlich“, ist sich die Geschäftsführerin des Klinikums sicher. Die AGAPLESION gAG hat kürzlich zum aktuellen GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz eine Reihe von Reformmaßnahmen vorgelegt, um die Versorgung langfristig zu sichern und zu verbessern. Der größte diakonische und zugleich gemeinnützige Gesundheitskonzern schlägt ein Bündel von Maßnahmen vor, die geeignet sind, die Beitragssätze der Krankenversicherungen zu stabilisieren und zugleich eine zukunftsfähige Krankenhauslandschaft zu formen (weitere Informationen hierzu finden sich hier: AGAPLESION gAG | Pressemitteilung). Auch das Schaumburger Klinikum schließt sich diesen Forderungen an: „Wir wollen nicht verwalten, sondern aktiv gestalten“, so Geschäftsführerin Volkmer-Fortmann.