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Dr. med. Heiko Postrach
Chefarzt
Urologie

PD Dr. med. Kai Timrott
Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie und Leitung Darmkrebszentrum Schaumburg
Unser Klinikum verfügt über den Operations-Roboter da Vinci X des Herstellers Intuitive Surgical Deutschland GmbH. Seit 2026 arbeiten die Spezialist:innen verschiedener Fachabteilungen mit dem neuen OP-Roboter. Bislang nutzen die Fachabteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Leitung von PD Dr. med. Kai Timrott und die Fachabteilung für Urologie unter Leitung von Dr. Heiko Postrach das Hightech-Gerät. Weitere Abteilungen werden folgen.
Neben der bekannten laparoskopischen OP zählt auch die roboter-assistierte laparoskopische Operationstechnik zu den minimalinvasiven Verfahren. Die roboterassistierte OP wurde entwickelt, um noch weitere komplexe minimalinvasive Eingriffe zu ermöglichen und die postoperative Lebensqualität zu erhöhen sowie mögliche Komplikationen zu verringern. Im Gegensatz zur offenen Operation sind nur Mini-Schnitte notwendig.
Sehr häufig fällt in diesem Zusammenhang der Begriff OP-Roboter. Uns ist es wichtig klarzustellen, dass das da Vinci-Operationssystem kein eigenständig handelnder Roboter ist, sondern es handelt sich um ein sogenanntes roboterassistiertes Verfahren: Zu jeder Zeit hat der:die Operateur:in die vollste Kontrolle über die Instrumente und Tätigkeiten. Eigenständig führt das Gerät keine Bewegung aus. Das bedeutet, dass auch weiterhin Menschen von Menschen operiert werden, nicht von einer Maschine allein.
Die Roboterunterstützung erweitert durch die bessere Visualisierung und die Beweglichkeit der neuartigen Instrumente im Körper die Genauigkeit in den engsten Räumen unter Schonung der wichtigen Strukturen, wie z.B. Nervenbahnen. Dieses Operationssystem als medizinisches Hilfsmittel auf höchstem technischen Niveau verbessert also die Möglichkeiten in Hinblick auf Präzision, verbesserte Erreichbarkeit des Operationsfeldes und damit Schonung des umliegenden Gewebes und Nachbarorgane. So kann durch den Einsatz des da Vincis die Lebensqualität der Patient:innen nach dem Eingriff bewahrt oder verbessert werden.
Es operieren nur speziell am Da Vinci System ausgebildete Chirurg:innen und Urolog:innen. Diese strukturierte Ausbildung ist zwingend notwendig, um dieses System sicher zu beherrschen und um alle Vorteile für die Patient:innen auszunutzen. Zu dieser Ausbildung gehören unter anderem umfassende und anspruchsvolle Simulationstrainings, Technologieschulungen, Kurse, Tests und natürlich Prüfungen. Dies trifft für das gesamte Operationsteam zu.
Die Patient:innen werden von dem:der zuständigen Operateur:in und nicht vom Roboter operiert. Da Vinci selbst kann keine eigenständigen Bewegungen ausführen. Die natürlichen Bewegungen der Hand der Operateur:innen werden durch den Operationsroboter nicht nur unterstützt, sondern auch deutlich verbessert. In dem System sind unzählige Kontrollmechanismen verbaut, die der Sicherheit der Patient:innen dienen.
Prinzipiell können sehr viele verschiedene Operationen mit dem Da Vinci-Operationssystem durchgeführt werden. Letztlich bestimmt aber die individuelle medizinische Gesamtsituation, welches Verfahren das beste Therapieergebnis verspricht. Wir planen für jede:n Patient:in individuell das beste Operationsverfahren. Nur so können wir den besten Heilungserfolg garantieren.
Die Aufenthaltsdauer hängt sehr von der individuellen Situation ab. Es hat sich aber gezeigt, dass Da Vinci-Patient:innen rascher wieder in den Alltag zurückfinden, weil geringere OP-Verletzungen, weniger Blutverlust und eine niedrigere Komplikationsrate die Krankenhausverweildauer im Vergleich zu konventionellen OP-Methoden verkürzen.